Zelluläre Seneszenz: ein zweischneidiges Schwert
Die Autoren zeigen die verschiedenen Aspekte von seneszenten Zellen auf. Es gibt nämlich nicht nur negative Aspekt. Zelluläre Seneszenz ist ein stabiler Zellzyklusarrest, der in normalen Zellen nicht immer nur negativ sien muss. Sie kann als Reaktion auf verschiedene intrinsische und extrinsische Reize sowie Entwicklungssignale ausgelöst werden.
Seneszenz ist nicht nur als eine gealterte Zelle zu sehen, sondern ist ein im Prinzip ein sinnvoller, hochdynamischer und mehrstufiger Vorgang. Seneszenter Zellen entwickeln sich kontextabhängig kontinuierlich weiter und durchlaufen eine Diversifizierung.
Seneszente Zellen bleiben lebensfähig, weisen aber Veränderungen in ihrer Stoffwechselaktivität auf, durchlaufen dramatische Veränderungen in der Genexpression und entwickeln einen komplexen, seneszenzassoziierten sekretorischen Phänotyp.
Die Autoren beschreiben, dass der Proliferationsstopp ein wirksamer Antitumor-Mechanismus ist. Zelluläre Seneszenz kann aber die Gewebereparatur und -regeneration beeinträchtigen und somit zum Alterungsprozess beitragen.
Die Entfernung seneszenter Zellen kann altersbedingte Gewebefunktionsstörungen abschwächen und die gesunde Lebensspanne verlängern.
Celluläre Seneszenz ist somot ein zelluläres Programm mit zweischneidiger Wirkung, das sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Organismus hat und als Beispiel für evolutionäre antagonistische Pleiotropie gilt.
Die Aktivierung der Tumorsuppressorwege p53/p21 und p16/pRB spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation der Seneszenz. In diesem Artikel werden die molekularen Mechanismen der zellulären Seneszenz und des damit verbundenen Wachstumsstillstands erläutert, wobei der Fokus insbesondere auf den Gründen für das Ende der Zellteilung, der Stabilität des Wachstumsstillstands, dem hypersekretorischen Phänotyp und der Integration der verschiedenen Signalwege liegt. [1]