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Rhodiola

Rhodiola

Rhodiola rosea ist eine ganz besondere Pflanze mit herausragender Bedeutung für die menschliche Gesundheit. Rhodiola ist einsetzbar bei vielen Gesundheitsproblemen gerade der modernen Zeit. Die bekannteste Anwendung von Rhodiola ist der Einsatz bei psychischem und physischem Stress. Rhodiola hat aber noch eine ganze Reihe weiterer Indikationen. Beispielsweise hat es einen Einfluss auf den wenig bekannten Alterungsprozess unseres Immunsystems. Hierüber werden Sie weiter unten mehr erfahren. Nun erst einmal allgemeine Informationen über die Pflanze Rhodiola.

Rhodiola blüht in extremen Klimaverhältnissen.

Rhodiola rosea ist eine besondere Spezies der vielen Rhodiala-Arten in der Pflanzengattung Rhodiola. Neben Rhodiola rosea hat noch Rhodiola crenulata in der Pflanzenheilkunde Bedeutung. Rhodiola rosea wird auch Rodia Riza, Goldwurzel oder Rosenwurz genannt. Im englischsprachigen Raum kennt man sie unter King‘s Crown und im chinesischen heißt sie Hong Jing Tian. Rhodiola gehört nicht zu den Rosengewächsen wie der Name vermuten lassen würde. Der Name Rosenwurz bekam Sie vielmehr aufgrund ihres Geruchs der Wurzeln nach Rosen.
Rhodiola rosea wächst normalerweise im arktischen Norden. Man findet Rhodiola heute vor allem im nördlichen Europa, Sibirien und Alaska. Rhodiola wächst somit unter extremen klimatischen Verhältnissen auf kargen Böden. Trotzdem hat ihr Äußeres etwas sehr Kraft ausstrahlendes.
Die beiden wichtigsten Inhaltsstoffe von Rhodiola rosea ist das Rosavin und das Salidrosid. Salidrosid wird auch angelehnt an den Namen der Pflanze, Rhodiolosid genannt. Die chemische Bezeichnung für Salidrosid ist P-Hydroxyphenethyl-Beta-D-Glucosid.
Desweiteren ist Rosarin, Rosin und Tyrosol enthalten. Rosavin ist in Rhodiola rosea aber nicht in Rhodiola crenulata enthalten.

Rhodiola rosea als Antistressmittel

Rhodiola ist bekannt als ein Mittel das Gefühl der Energie zu steigern und geistiger Müdigkeit entgegen zu wirken. Rhodiola scheint damit ein gutes Mittel für Menschen zu sein die unter Stress leiden.
Das moderne Leben ist viel schneller und stressiger geworden. Die Einflüsse, die auf unsere Sinne einwirken, haben sich vervielfacht. Die Anforderungen in Beruf und auch Freizeit sind enorm gestiegen. Dazu kommt, dass wir in unseren Ruhephasen kaum mehr ausspannen, sondern unter erneuten Stress geraten, sei es durch zu langes Fernsehen, das Bedienen von Computern und Handys und anderen Tätigkeiten.

In besonders schweren Fällen kommt unausweichlich der so genannte “Burnout”! Die Häufigkeit dieses Phänomens steigt enorm an. Der Mensch kann dann nicht mehr arbeiten und nicht für seine Familie oder sich selbst da sein. Ruhephasen werden nicht mehr als erholend empfunden, jede Anforderung wird als belastend empfunden.

Rhodiola rosea ein Adaptogen

Rhodiola rosea wird als ein so genanntes Adaptogen angesehen. Ein Adaptogen bezeichnet eine Substanz, die die Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse wie Stress im seelischen und körperlichen Bereich erhöhen kann. Die Wirkung des Adatogens wird dabei umso stärker je größer die krankmachenden Einflüsse auf den Menschen sind. Auch ist ein Adaptogen dadurch gekennzeichnet, dass es überschiessende Reaktionen abmildert, vermindertere Funktionen aber aktiviert. Es hat also ausgleichende Wirkungen.

Tritt ein unerträgliches Stressempfinden auf, sollte man selbstverständlich auch immer daran denken psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen und eventuell neue Lebensstrategien zu entwickeln und Stressabbau durch veränderte Lebensbedingungen zu erreichen.

Um die Auswirkungen des Stress auf den Körper abzumildern und den Heilungsprozess zu unterstützen ist die Einnahme von Rhodiola sinnvoll. Rhodiola wirkt wie ein “Balancer” des Sympathischen und Parasymathischen Nervensystem, Sympathikus und Parasympathikus sind bekannt als das “Unwillkürliche Nervensystem” auch “Autonomes Nervensystem” genannt, also dem Teil des Nervensystems welches nicht durch den Willen beeinflussbar ist. Bei vermehrtem Stress ist die Aktivität des Sympathikus erhöht. Der Sympathikus ist aktiv wenn der Mensch im “Alarmbereitschafts-Modus” verharrt. Die Aktivität des Parasympathikus, welcher wichtig für die Heilreaktionen des Körpers ist und wichtig ist sich auszuruhen, ist bei Stress reduziert. Die Folge ist ein Gefühl des Ausgebranntseins, der Energielosigkeit bis hin zur Depression.
Rhodiola kann hier den Körper und die Seele widerstandsfähiger gegen Stress machen. Rhodiola hat dabei eine ganze Reihe von Wirkungen. Es ist damit nicht ein so genanntes “Single-Target Drug”, sondern vielmehr ein “Multi-Target Drug”.
Single-Target Drug bedeutet, dass ein Stoff, in diesem Fall meist ein künstlich hergestelltes Medikament, einen ganz bestimmten Ansatzpunkt im Körper hat. Zum Beispiel an einem ganz bestimmten Zellrezeptor “anzudocken”. Weitere Wirkungen auf den Körper sind im besten Fall nicht vorhanden. Hat das Medikament weitere Wirkungen handelt es sich meist um die gefürchteten Nebenwirkungen. Ganz anders ist dies in der Regel im Falle von Pflanzenstoffen, hier besteht der heilende Effekt meist aus eine ganzen Reihe von Wirkungen, die synergistisch eine Heilwirkung entfalten können.

Rhodiola hat einen Einfluss auf Angstgefühle und Schlaflosigkeit.

Rhodiola konnte Angstgefühle abmildern, und die Stimmung verbessern. In einer Studie an der Universität von Camerino in Italien konnte im Tierversuch der antidepressive Effekt von Rhodiola gezeigt werden. Unter dem Einfluss von Rhodiola verbesserte sich die Stimmungslage und Angstgefühle waren weniger ausgeprägt. Bei Unruhezuständen und Schlaflosigkeit konnte Salidrosid aus Rhodiola die Symptomatik signifikant verbessern.

Rhodiola hat Einfluss auf die Gehirnaktivität

Eine der wichtigen Wirkungen von Rhodiola im Hinblick auf Stresssituationen ist die Wirkung auf das “Monoaminerge System”. So konnte eine Studie aus dem Jahre 2016 den Einfluss von Rhodiolosiden aus Rhodiola rosea auf das “Monoaminerge System” nachweisen. Das “Monoaminerge System” versucht Einflüsse und Reize im Gehirn zu “sortieren”. Rhodiola konnte also Reizüberflutungen abmildern. [1]
Eine weitere Studie konnte den Einfluss von Rhodiola auf wichtige Neurotransmitter im Gehirn zeigen. Dabei wurden das so genannte Glückshormon Serotonin, das Noradrenalin und auch körpereigene Opioide positiv beeinflusst. [2]

Ein gesundes Nervensystem ist der Schlüssel

Der Einfluss von Rhodiola auf die Neurotransmitter scheint eine Art Beruhigung auf die Gefühle des Menschen zu haben. Diese Beruhigung ist wichtig um Ruhe im Geist eintreten zu lassen und befähigt das Gehirn Reize besser zu verarbeiten.
Zugleich hat Rhodiola aber auch aktivierende Eigenschaften. Es fördert wichtige Gehirnfunktionen, wie das Gedächtnis und die kognitive Leistung.
Die Wirkung auf das Gehirn ist eben nicht auf sedierende oder dämpfende Eigenschaften zurückzuführen, sondern vielmehr in der Fähigkeit den Geist Reize besser verarbeiten zu lassen. [3]

Gerade unter Stress scheint nämlich Rhodiola die gesunden Gehirnfunktionen zu unterstützen.
In einer Studie gab man 56 jungen Ärzten 170 mg Rhodiola Extrakt pro Tag. Die Ärzte hatten in dieser Zeit Nachtschicht und standen somit unter relativ großem emotionalen und physischen Stress. Es wurden bestimmte Tests durchgeführt, die die kognitiven Funktionen wie die Gedächtnisfunktion, assoziatives Denken und das Kurzzeitgedächtnis unter diesen Stressbedingungen messen. Es konnte gezeigt werden, dass die Einnahme von Rhodiola diese Parameter die normalerweise in Stressphasen verschlechtert sind, wieder verbessert. Es wurden dabei keine Nebenwirkungen festgestellt. [4]

In einen anderen Studie gab man 27 gesunden Studenten, die sich in einer Prüfungsphase befanden Rhodiola. Es konnte eine Leistungssteigerung festgestellt werden, so dass die Prüfungsphase besser überstanden werden konnte. Das Gefühl der Erschöpfung war durch Rhodiola verringert worden. Die Testpersonen konnten Ihre Aufgaben also besser bewältigen und waren trotzdem psychisch entspannter und erholter. [5]

Eine weitere Studie zeigt Hinweise auf die neuroprotektive Kapazität von Salidrosid. Salidrosid schützte in einem Tierversuch Gehirnzellen vor schädlichen Einflüssen. [6]

Rhodiola zur Steigerung sportlicher Leistungen

Neben der Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit kann Rhodiola aber auch die körperliche Leistungsfähigkeit steigern. In einer randomisierten Doppelblindstudie, gab man 24 jungen Erwachsenen 200 mg Rhodiola Extrakt 1 Stunde vor dem Sport. Eine Dosis enthielt 6 mg Rosavin und 2 mg Salidrosid. Die Ausdauerleistung konnte dadurch signifikant verbessert werden. Der Sauerstoff- und Kohlendioxidstoffwechsel wurde signifikant verbessert und die Lungenfunktion tendierte zu einer erhöhten Ventilationsleistung.
Die Studie erschien im der Wissenschaftszeitschrift “International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism“. [7]

Auch im Tierversuch konnte die signifikante Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden. So konnte die absolvierte Schwimmstrecke durch die Gabe von Rhodiola um bis zu 25% gesteigert werden! In dieser Studie wurden auch zwei wichtigsten Rhodiola-Arten miteinander verglichen. Die beschriebene Wirkung traf nur für Rhodiola rosea nicht aber für Rhodiola crenulata zu. Rhodiola rosea erhöhte die Synthese von ATP und führte damit zur Erhöhung des ATP Gehaltes in den Mitochondrien. ATP oder Adenosine-Tri-Phosphat ist der universelle Energieträger der im Menschen und allen Tieren vorkommt. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle in welchen das ATP durch die Zellatmung erzeugt wird. Rhodiola rosea stimulierte auch Reparaturmechanismen nach der körperlichen Aktivität. In diesem Versuch wurden allerdings hohe Konzentrationen von bis zu 50 mg pro kg Körpergewicht verabreicht. [8]

Weniger Muskelschädigungen durch Rhodiola

Starke körperliche Anstrengungen können Muskelschädigungen im Sinne einer Mikrotraumatisierung von Muskelzellen verursachen. Daraus resultiert der uns allen bekannte „Muskelkater“. Ebenso kann Sport zu Entzündungsreaktionen führen. Die Einnahme von Rhodiola rosea konnte diese Entzündungsreaktion, welche regelmäßig nach erschöpfender körperlicher Tätigkeit auftritt, signifikant verringern. Die muskuläre Regeneration war darüber hinaus verbessert.
In einem Versuch bekamen untrainierte freiwillige Versuchspersonen Rhodiola rosea Extrakt verabreicht und eine Vergleichsgruppe bekam ein Placebo. Beide Gruppen mussten sich danach verhältnismäßig stark körperlich anstrengen. Ein wichtiger Entzündungsparameter, das C-reaktive Protein, war durch die Gabe von Rhodiola signifikant im Blut in geringerer Konzentration nachweisbar im Vergleich zu den Personen die kein Rhodiola bekommen haben. Eine verminderte Konzentration im Blut von C-reaktivem Protein zeigte diese geringere Entzündungsreaktion in der Muskulatur nach Sport an. Die Konzentration der Creatinin Kinase war durch die Gabe von Rhodiola ebenfalls verringert. Die Creatinin Kinase ist ein zuverlässiger Marker für Muskelschädigungen. Das heißt, je weniger Creatinin Kinase feststellbar ist, desto geringer ist die Muskelschädigung. Rhodiola rosea konnte also die negativen Auswirkungen von starker Muskelbeanspruchung abmildern. Wenn man bedenkt, dass gerade im Profisport schwere Verletzungen durch kumulierte Überanstrengungen auftreten, könnte hier Rhodiola rosea auch als ein gutes Mittel zur Prävention von Verletzungen eingesetzt werden. [9]

Rhodiola und Entzündungen

Rhodiolosid auch Salidrosid genannt, ist neben Rosavin einer der beiden wichtigsten Inhaltsstoffe von Rhodiola. Salidrosid hat einen starken Einfluss auf wesentliche Entzündungsmediatoren. Entzündungsmediatoren, dazu zählen auch bestimmte Zytokine, sind Stoffe die der Körper selbst produziert. Sie werden ausgeschüttet um eine Entzündung einzuleiten, zu fördern und aufrechtzuerhalten. In einer Studie aus dem Jahre 2016 konnte nachgewiesen werden, dass bestimmte proinflammatorische, also entzündungsfördernde Zytokine, durch die Einnahme von Rhodiola verringert werden. Die Gabe von Rhodiolosid (Salidrosid) führte zu geringeren Blut-Spiegeln der Zytokine Interleukin-1-Beta (IL-1β) und Interleukin 6 (IL 6). Die Aktivierung von NF-kappaB wurde ebenfalls gehemmt. NF-kappaB hat einen übergeordneten Einfluss auf das Entzündungsgeschehen und somit ist die Beeinflussung von NF-kappaB ein sinnvolle Strategie, um Entzündungen abzumildern. [10]

Das Zytokin Interleukin 1 Beta (IL-1β) hat neben seiner Funktion als Entzündungsmediator weitere bedeutende Wirkungen auf den Stoffwechsel. So führt es zur vermehrten Ausschüttung von Cortisol (dem „körpereigenen Kortison“) aus der Nebennierenrinde. Dies geschieht über die Anregung einer vermehrten Ausschüttung des „Releasinghormons“ für Cortisol aus dem Hypothalamusus im Gehirn. Releasing Hormone regulieren die Hormonausschüttung der Drüsen im menschlichen Körper.
Alle menschlichen Zellen haben einen Rezeptor für IL-1β. Wird dieser Rezeptor beispielsweise an den Endothelzellen der Blutgefäße durch IL-1β aktiviert, dann erhöht sich die Bildung von Prostaglandin-E2. Prostaglandin-E2 hemmt die Verstoffwechselung von Fett (Hemmung der Lipolyse). Die Folge ist eine Ansammlung von Fetten. Salidrosid aus Rhodiola hat wie beschrieben einen hemmenden Einfluss auf IL-1β und verhindert damit die Fettanlagerung in den Arterien und hat somit möglicherweise auch einen schützenden Einfluss vor Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Rhodiola und der „Zentrale Energieregulator“ AMPK

AMPK oder „AMP-aktivierte Proteinkinase“ ist ein Enzym, welches als eine Art Sensor in der Zelle fungiert. AMPK ist förmlich in der Lage den Energiezustand im Körper zu „ermitteln“. Ist der Energiezustand in der Zelle niedrig, dann wird AMPK aktiviert. Ein geringer Energiezustand bedeutet niedrige ATP-Spiegel. Dieser bereits oben beschriebene universelle Energieträger Adenosine-Triphosphat (ATP) wird vor allem in den Mitochondrien „produziert“. Ist die Konzentration an ATP in der Zelle gering hat dies hohe AMP-Spiegel (Adenosin-Monophosphat) zur Folge. AMP aktiviert dann AMPK.

AMPK spielt eine Schlüsselrolle in der Regulierung des Energiehaushaltes der Zelle und damit des ganzen Körpers. AMPK ist somit von zentraler Bedeutung für den Glucose- und Fettstoffwechsel.

Ist AMPK aktiviert, hat dies wichtige Folgen für den Stoffwechsel. Beispielsweise wird weniger Zucker und Fett durch die Leber synthetisiert. Dem gefährlichen „Metabolischen Syndrom“ wird entgegengewirkt. Das Metabolische Syndrom zeichnet sich durch vermehrtes Bauchfett, erhöhtem Blutdruck, gestörtem Fett- und Zuckerstoffwechsel aus. Das „Metabolische Syndrom“ wird deshalb auch tödliches Quartett genannt, da schwerwiegende Krankheiten die Folge seien können. Alle diese gesundheitsgefährdenden Prozesse die mit dem Überangebot an Nahrungsmitteln resultieren, können durch die Aktivierung von AMPK rückgängig gemacht werden.
Verringerte AMPK-Werte werden andererseits mit einer ganzen Reihe von Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Dazu zählen erhöhte LDL-Cholesterin-Werte, mitochondriale Dysfunktion, erhöhte Blutzuckerspiegel, chronische Entzündungen, Anhäufung seneszenter Zellen, Herzstörungen, erhöhte Blutfette, erhöhte Bauchfettansammlung.

AMPK kann aber noch viel mehr. AMPK interagiert auch mit den im Alterungsprozess involvierten bedeutsamen Enzymen den Sirtuinen und mTOR.
Sirtuine sind Proteine welche wichtige Stoffwechselwege beeinflussen können. Sie haben dadurch Einfluss auf das Entzündungsgeschehen, auf den Alterungsprozess, den kontrollierten Zelltod und der Ablesung der DNA (Transkription). MTOR ist ein Enzym welches seinerseits weitere wichtige Enzyme und Proteine aktivieren kann, und dadurch einen großen Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel.

Autophagie – Aufräumen in der Zelle zur Erhaltung der Gesundheit des ganzen Menschen

Salidroside aus Rhodiola können Autophagieprozesse in den Zellen aktivieren. [11]
Auch AMPK welches seinerseits wie oben beschrieben von Rhodiola aktiviert werden kann, hat einen Einfluss auf die Autophagie. Der so genannte “AMPK/mTor Signalweg” aktiviert die wichtigen Autophagieprozesse. Die Autophagie ist ein enorm wichtiger Vorgang in der menschlichen Zelle. Autophagie bedeutet die Fähigkeit der Zelle Stoffe abzubauen. Es ist somit der Prozess der in der Zelle unnütze und sogar gefährliche Stoffe eliminiert. Sozusagen die Müllabfuhr der Zelle. So werden beispielsweise Enzymeiweiße abgebaut, die der Zelle nicht nützlich sind, da sie nicht richtig “gefaltet” also funktionsuntüchtig für die Zelle sind. Gerade kürzlich wurde der Medizin-Nobelpreis zum Thema Autophagie vergeben. Autophagie kann die Zelle auch vor den gefährlichen Auswirkungen toxischer Einflüsse schützen. Wird der Autophagieprozess andererseits gehemmt, hat dies fatale Auswirkungen. Das toxischen Eigenschaften des Schwermetalls Blei sind beispielsweise durch die Hemmung der Autophagieprozesse erklärbar. Die logische Konsequenz ist, dass Stoffe die den AMPK/mTor Signalweg fördern können auch die toxischen Eigenschaften von Blei auf die Autophagie neutralisieren, die wie beschrieben der “AMPK/mTor Signalweg” die Autophagieprozesse aktiviert. [12]

Veränderte Autophagieprozesse werden auch bei der Entstehung von Krebs diskutiert. Man kann Autophagie als eine Art „Aufräumen“ in der Zelle verstehen um Entartung zu verhindern.

Rhodiola rosea hat einen signifikanten Einfluss auf Autophagieprozesse.
Eine Studie zeigt den Einfluss von Salidrodide aus Rhodiola auf kolorektale Krebszellen über den Einfluss auf Autophagieprozesse. [13]

Rhodiola und Lebererkrankungen

Die Fettleber ist eine der fatalen Folgeerkrankungen des so genannten Metabolischen Syndroms.
Ein Metabolisches Syndrom liegt vor wenn ein Mensch an Bluthochdruck, vermehrten Bauchfett, einem gestörtem Fettstoffwechsel und einer verminderten Glucosetoleranz (Vorstufe der Zuckerkrankheit) leidet. Eine Rhodiola Art (Rhodiola crenulata) zeigte einen positiven Einfluss auf den Fett- und Glykogenstoffwechsel der Leber. Dieser Effekt wurde über den AMPK Signalweg vermittelt. Diese Wirkung sollte auch für Rhodiola rosea gelten, da Rhodiola rosea auch das in Rhodiola crenulata enthaltene Salidrosid enthält. Zusätzlich ist in Rhodiola rosea noch Rosavin enthalten. [14]

Rhodiola und Hoffnung für Diabetiker

In einer weiteren Studie konnte der Einfluss von Rhodiola crenulate auf den Blutzuckerspiegel gezeigt werden. Der Blutzuckerspiegel konnte gesenkt werden.
In der Leber wurde die Gluconeogenese, also die körpereigene Bildung von Zucker gehemmt. Diese Wirkung wird wohl auch durch die Aktivierung des AMPK Signalweges vermittelt.
Wie oben beschrieben kann man diese Wirkung auch auf Rhodiola rosea beziehen. Zum einen da Rhodiola AMPK aktiviert und auch den Inhaltsstoff Salidrosid wie Rhodiola crenulata enthält. [15]

Rhodiola rosea hat einen Einfluss auf die Fettzellen

In dieser Studie wurde die Wirkung der beiden wichtigen Inhaltsstoffe Salidrosid und Rosavin aus Rhodiola rosea miteinander verglichen. Die Expression von Genen die an der Fettbildung (Adipogenese) beteiligt sind, waren unter dem Einfluss von Rosavin signifikant reduziert. Rosavin führt somit zu einer signifikant geringeren Fettbildung.
Auf der anderen Seite förderte Salidrosid stärker als Rosavin die Fettverbrennung (Lipolyse).
Rosavin führte eher als Salidrosid zu einer geringeren Aufnahme von Triglyceriden in die Fettzellen. Die Funktion der Fettzellen (Adipocyten) wurde durch Salidrosid und Rosavin eingeschränkt. So wurden die Expression von Genen die für die Fettzellenfunktion beteiligt sind unter dem Einfluss von Rosavin und Salidrosid signifikant verringert und die Expression von Genen die an der Hemmung der Fettzellenentwicklung (Adipogense) beteiligt verstärkt.
Wichtig ist deshalb Rhodiola rosea zu verwenden da hier Salidrosid sowie Rosavin enthalten ist. [16]

Antioxidative Eigenschaften als einer der Wirkmechanismen von Rhodiola

Eine Studie konnte zeigen, dass Salidrosid die menschlichen Nervenzellen vor oxidativen Stress schützen kann. Dies wurde unter anderem durch die Induktion (Aktivierung) wichtiger körpereigener antioxidativer Enzyme erreicht.
Dieser Wirkmechanismus könnte Salidrosid bzw. Rhodiola als wichtiges Mittel zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen in Aussicht stellen.

Salidrosid und Nrf2, der Entgiftungsmeister

Eine ganz aktuelle Studie, die im September 2016 veröffentlich wurde, zeigt den schützenden Effekt von Salidrosid vor UVB-Strahlen. Als Wirkmechanismus wird eine so genannte Upregulation (Aktivierung) der Genexpression von Nrf2 angenommen. Nrf2 ist ein äußerst wichtiger Transkriptionsfaktor der über 200 Gene, die zur Entgiftung des Körpers wichtig sind, anregt.
Nrf2 hat somit eine Art Schlüsselrolle in der Entgiftung des Körpers. Salidrosid könnte somit über die Wirkung auf Nrf2, eine ganze Reihe weiterer Auswirkungen haben die mit der Entgiftung des Körpers zusammenhängen. [17]

Salidrosid Einfluss auf das Dengue-Fieber und das Immunsystem

Eine Studie, die im August 2016 veröffentlich wurde, konnte den positiven Effekt von Salidrosid auf die Dengue-Fieber Infektion zeigen.
Salidrosid hemmt die virale Proteinsynthese des Denguevirus, so dass sich der Virus im Menschen nicht vermehren kann. Der Dengue-Virus wird durch die Dengue-Mücke übertragen. Auch stimuliert Salidrosid das Immunsystem. Salidrosid fördert die Genexpression körpereigener Immunfaktoren.
Die Tatsache, dass bei Denguefieber noch keine kausale Therapie bekannt ist, macht diese Erkenntnis besonders wertvoll. Die größte Gefahr des Denguefiebers ist das Hämorrhagische Fieber. Hierbei kommt es zu einer sinkenden Anzahl der Blutplättchen (Thrombozyten) und damit zu gefährlichen innerlichen Blutungen mit einer sehr großen Letalität (Sterblichkeit).
Denguefieber kommt vor allen in Afrika und Mittelamerika vor und ist dort ein allgegenwärtiges Krankheitsrisiko vor allem der ärmeren Bevölkerung. Stehende Gewässer wie Wassertanks zur Trinkwasserversorgung bergen das Risiko der Vermehrung der Dengue-Mücke. [18]

Tumorerkrankungen und Rhodiola

In einer Studie die 2010 in der Zeitschrift Cell Biology an Toxicology erschienen ist, wurde die Wirkung von Salidrosid auf verschiedene Tumorzelllinien untersucht. Die Untersuchung der Wirkung von Stoffen auf Tumorzelllinien ist ein recht einfaches Verfahren, um Stoffe auf ein potentielles anticancerogenes Potential hin zu untersuchen. Zelllinien bedeutet, dass man isolierte Zellen im Reagenzglas mit den entsprechenden Stoffen zusammenbringt. Dies kann darauf hindeuten, dass dies auch in vivo, das heißt beim lebenden Organismus der Fall ist.
In der beschriebenen Studie fanden die Forscher einen hemmenden Einfluss von Salidrosid auf verschiedene Tumoren. Die Tumorzellen wurden in ihrem Wachstum gehemmt. Man konnte zeigen, dass die Zellteilung in den Phasen G1 und G2 zum Stillstand kam.
Die Bezeichnung G1-Phase der Zellteilung kommt von englischen “gap” gleich Lücke oder Abstand, da dies der Zeitraum zwischen der Kernteilung und der DNA-Synthese ist. [19]

Eine Studie, die im September 2016 veröffentlicht wurde, beschreibt die herkömmlichen Chemotherapeutika als teilweise „single target drug“. Die Autoren wollen damit ausdrücken, dass die Forschung sich meist auf einen Rezeptor oder einen Wirkmechanismus beschränkt.
Natursubstanzen wir Polyphenole aus grünem Tee und auch Extrakt aus Rhodiola rosea werden als „pleiotrop“ beschrieben, das heißt Sie haben viele Ansatzpunkte das Stoffwechselgeschehen des Menschen zu beeinflussen. [20]

Herzerkrankungen

Rhodiola wird im Tibet traditionell bei unregelmäßigem Herzschlag eingesetzt (Arrhythmie). Eine Studie aus dem Jahre 2016 konnte diese Wirkung im Tierversuch bestätigen und nachweisen. [21]

Telomere

Die Telomere sind die “Endstücke” der Erbanlagen, der DNA. Diese werden immer kürzer bei jeder Zellteilung und dadurch kann es zu fehlerhaften Zellteilungen führen. Hierbei können die Zellverbände und Organfunktionen irreversibel beeinträchtigt werden.
Eine Mischung aus mehreren Substanzen, welche auch Rhodiola enthält konnte das Enzym Telomerase aktivieren. Der bekannteste Vertreter Astragalus membranaceus mit dem Inhaltsstoff Astragalosid IV ist auch enthalten. [22]

Arterien-Gesundheit und Mitochondrien

Eine Tier-Studie konnte zeigen, dass Rhodiola Salidroside einen Einfluss auf die Endothelzellen haben. Die Endothelzellen sind die Zellen, deren Funktion wichtig für die Blutgefäße sind. Sind deren Funktion gestört kommt es zur so genannten “Endothelialen Dysfiunktion” und damit zu erhöhtem Blutdruck und zu Arteriosklerose. [23]

Zellstudien konnten zeigen, dass Rhodiola die Mitochondrien in den Endothelzellen stärken kann. Funktionsfähige Mitochondrien sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Zellgesundheit. [24]

Homocystein ist ein bekannter Stoff im Aminosäurestoffwechsel und ein Risikofaktor für die Entstehung einer Arterienverkalkung mit Herzinfarkt und Schlaganfall als mögliche Folgeerkrankungen. Homocystein führt nämlich zum vermehrten Zelltod (Apoptose) der wichtigen Endothelzellen. Rhodiola konnte diese Wirkung von Homocystein auf die Endothelzellen reduzieren. [25]

Die Alterung des Immunsystems

Mit den Jahren altert auch unser Immunsystem. Man spricht von der so genannten Immunseneszenz. Die Folge ist eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionserkrankungen, bzw. die geringere Widerstandsfähigkeit gegen Viren die schon im Körper vorhanden sind aber reaktiviert werden können. Hierzu zählen Herpesviren, Gürtelrose oder Viren wie das Pfeiffersche Drüsenfieber.
Ebenso können Entzündungen und Autoimmunerkrankungen stärker werden.
Typische Alterserkrankungen wie Tumorerkrankungen, Alzheimer, Herz-Kreislauferkrankungen können dann vermehrt auftreten. Im Alter gehen die Zellen der Thymusdrüse vermehrt zu Grunde.
Als junger Mensch hat man vermehrt naive T-Lymphozyten. Dies sind Lymphozyten die noch nicht aktiviert sind. Diese nehmen im Alter stark ab, sodass bis zu einem Lebensalter von 50 Jahren keine bis kaum mehr naive T-Lymphozyten vorhanden sind.
Im Alter nehmen auch die B-Lymphozyten ab. Es kommt damit zu einer altersbedingten Leukopenie.
Im alter nehmen aber die NK-Zellen zu. Dieser Shift der Anzahl der Immunzellen führt zu einem veränderten Zytokinmilieu. Die Folge ist eine schlechtere Reifung der B Lymphozyten und schlechtere Produktion von Antikörpern.

Rhodiola konnte den Zelltod der T-Lymphozyten signifikant verringern. [26]

Rhodiola ist somit in der Lage die Alterung des Immunsystems abzumildern und damit die beschriebenen Folgeerkrankungen in deren Häufigkeit verringern.

Die Anwendung von Rhodiola

Man sollte Dosierung von 200 bis 400 mg pro Tag wählen. Wichtig ist, dass es sich um einen Extrakt handelt, der circa 5 % Rosavine enthält und circa 2 % Salidroside. Bei einer Dosierung von 400 mg sind dies 20 mg Rosavine und 8 mg Salidroside.
Rosavine bestehen aus Rosavin, Rosin und Rosarin. Rosavine sind nur in Rhodiola rosea enthalten. Andere Rhodiola-Arten enthalten diese nicht, sondern nur Salidroside.
Rhodiola rosea ist darüber hinaus intensiv auf Nebenwirkungen untersucht worden und die Unbedenklichkeit konnte somit bestätigt werden. Andere Rhodiola-Arten wurden nicht so gut untersucht.

Man sollte Rhodiola rosea auf nüchternen Magen einnehmen. Am besten morgens vor dem Frühstück und bei einer Dosierung von 2 Kapseln zusätzlich vor dem Mittagessen. Am Abend sollte Rhodiola nicht eingenommen werden, da Rhodiola einen anregenden Effekt haben kann.
Schwangere und stillende Frauen sollten Rhodiola aus Sicherheitsgründen nicht einnehmen, da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen.

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Rhodioloside ameliorates depressive behavior via up-regulation of monoaminergic system activity and anti-inflammatory effect in olfactory bulbectomized rats.
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Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine, Februar 2013

[26] Ming-Wei Liu, Mei-Xian Su, Wei Zhang, Lin-Ming Zhang, Yun-Hui Wang, Chuan-Yun Qian
Rhodiola rosea suppresses thymus T-lymphocyte apoptosis by downregulating tumor necrosis factor-α-induced protein 8-like-2 in septic rats.
International Journal of Molecular Medicine, August 2015





Dieser Beitrag unter abgelegt am 22 April 2019 von  Alexander Michalzik


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