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Salvestrol

Salvestrol versus Resveratrol

Salvestrol® ist ein Kunstwort und ist von Resveratrol abgeleitet. Herr Professor Burke hat festgestellt, dass in Tumorzellen das Enzym CYP1B1 durch Genexpression aktiv ist.
Das CYP1B1-Enzym kann nun Stoffe, die eigentlich unschädlich sind, innerhalb der Tumorzelle zu Substanzen verändern, die zum Absterben der Tumorzelle (Apoptose) führen. Das CYP1B1-Gen wird also aktiviert, damit die Tumorzelle sinnvoll bekämpft werden kann.
Resveratrol (3,5,4’-Trihydroxystilben) wird von CYP1B1 in den Tyrosinkinasehemmer Piceatannol “verwandelt”. Piceatannol führt zum Absterben der Tumorzellen.

Resveratrol führt zur Apoptose von Tumorzellen – Studie

Was ist Salvestrol

Salvestrol wird als Kunstwort verwendet für Pflanzenschutzstoffe (Phytoalexine), die eine Interaktion mit CYP1B1 haben.
Die Quellen für die als Salvestrol® bezeichneten Stoffe sind Bestandteil unserer täglichen Ernährung. Dies gibt Grund, die eigene Ernährung auf mehr Gemüse und Obst zu konzentrieren.
Gemüse: Kohl, Spargel, Blattgemüse, Artischocken, Avocado, Brunnenkresse, Rauke, Salatgurke, Paprika, Sojabohnensprossen, Wildmöhren, Sellerie, Spinat, Kürbis, Zucchini, Aubergine
Obst: Weintrauben, Polygonum cuspidatum, Oliven, Ananas, Pflaumen, Johannisbeeren, Feigen, Äpfel, Erdbeeren, Himbeeren, Mandarinen, Orangen, Maulbeeren, Birnen, Melonen, Mango
Gewürzkräuter und Tees: Petersilie, Rosmarin, Basilikum, Mariendistel, Thymian, Salbei, Minze, Löwenzahn, Rooibos, Wegerich, Hagebutte, Weißdorn, Kamille, Odermennig, Zitronenverbene

Salvestrol® ist ein eingetragenes Warenzeichen. Es handelt sich also nicht um eine allgemeingültige generische Bezeichnung für eine spezielle natürliche Substanz.

Resveratrol oder “Salvestrol”

Bei Resveratrol liegen sehr viele wissenschaftliche Studien vor. Um “Salvestrol” zu beurteilen müssten eigentlich alle Stoffe, die Verwendung finden, getrennt analysiert und erforscht werden, um nicht “nur” einen “Gemüsemix” teuer zu erstehen. Die beste Alternative ist reines trans-Resveratrol in ausreichender Dosierung ein zu nehmen und daneben auf eine ausreichende Zufuhr von Gemüse und Obst aus biologischem Anbau zu achten.

Salvestrol Punkte

“Salvestrol” wird vertrieben mit der Angabe von Punkten. Leider trägt dies nicht zur Transparenz bei. 12 mg sollen 100 Punkten entsprechen. Dies soll auf einen fiktiven Gehalt, der vor ca. 100 Jahren in Gemüse- und Obstsorten enthaltenen Pflanzenstoffe hindeuten. Darüber aber Angaben zu haben, ist unsicher, da es damals gar keine Aufzeichnungen gab. Auch die Wirkungen von Salvestrol ist überhaupt nicht vorherzusagen, wenn es sich nicht um eine genau definierte Zusammensetzung handelt. Die mangelnde Transparenz ist ja bewusst erzeugt. So kann man aus den Beschreibungen der Anbieter keine genaue Zusammensetzung von “Salvestrol” entnehmen. Der Name Salvestrol darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um Stoffe aus der alltäglichen Ernährung handelt. Die Gefahr beim Erwerb von “Savlestrol” besteht im Kauf eines “normalen” Gemüse- und Obst Extraktes, was sicher nicht das Ziel einer wirkungsvollen Anwendung sein kann. Je Produktcharge scheint auch die Zusammensetzung von Salvestrol unterschiedlich zu sein, was Vergleiche oder Voraussagen anhand von Erfahrungsberichten schwierig macht. Auch wenn Studien verfügbar sein werden, ist es schwierig, die Ergebnisse auf zukünftige Chargen zu beziehen. Interessant wäre es, die Einzelstoffe genau zu betrachten.

Resveratrol bzw. Salvestrol als “Prodrug”

Als “Prodrug” wird eine Substanz bezeichnet, welche bei Umwandlung im Körper eine Wirksamkeit erhält. Eine Tumorzelle hat einen ganz bestimmten Stoffwechsel, mit bestimmter Enzymausstattung durch spezifische Gen Expressionen. Das heißt, potentiell in jeder Zelle vorkommende Gene werden speziell in bestimmten Situationen aktiviert und führen zur Bildung bestimmter Enzyme. Diese Enzyme reagieren mit beispielsweise Resveratrol in ganz bestimmter Weise. Resveratrol wird, wie oben erwähnt, in Piceatannol umgewandelt. In gesunden Zellen geschieht dies nicht, da die notwendigen Gene und damit die entsprechenden notwendigen Enzyme nicht aktiv sind.

Murray und Kollegen konnten 1997 zeigen, dass das Enzym CYP1B1 vor allen im Tumorgewebe und das auch in unterschiedlichen Tumorarten, aktiv ist.
Murray, G I, Taylor, MC, McFadyen, MCE, et al: Tumor-specific expression of cytochrome P450 CYP1B1. Canc Res, 1997; 57(14): 3026-3031.

Im folgenden Link kann eine Studie “downgeloaded” werden, die einen Überblick über Resveratrol und dessen Funktion im Tumorzellstoffwechsel aufzeigt.
Resveratrol und Tumorerkrankungen

Für Salvestrole als Sammelbegriff scheint es keine Studien zu geben die in vivo eine antitumoröse Wirkung zeigen. In vitro konnte eine Interaktion mit P450 CYP1B1 gezeigt werden.

Neben der antitumorösen Wirkung von Resveratrol hat Resveratrol noch eine Reihe weiterer wichtiger Wirkungen.

Salvestrol Kapseln

Soll man Salvestrol kaufen? Die Preise sind sehr hoch mit über 90 € für 60 Kapseln. Die Inhaltsangaben zeigen beispielsweise Erdbeer-, Apfel- und Mandarinen-Extrakt. Hier sollte man genau prüfen, was denn tatsächlich enthalten ist.

Weitere Informationen vom 18.6.2014, nachdem ich vermehrt nach Salvestrol befragt wurde

Resveratrol soll die Genexpression von CYp1B1 ab einer Menge hemmen

Dies wird von Verkäufern von Salvestrol propagiert. Ganz wichtig ist aber zu wissen, dass die Wirkung einer Substanz dann extrem schwierig einzuschätzen ist, wenn man sich nur auf in vitro Studien stützen muss. In vitro heißt, dass Resveratrol Zellen im Reagenzglas zugeführt wird. Die Situation im Körper ist aber sehr unterschiedlich. Zum einen wird ein Stoff, und so auch Resveratrol, durch den Leber-Stoffwechsel in Metaboliten umgewandelt, die ihrerseits die typischen Wirkungen (Heilwirkungen) im lebenden Körper ausmachen können. So beschreibt eine Studie gerade die Metaboliten, also die durch den Stoffwechsel veränderten Resveratrol-Abkömmlinge welche den Zelltod von Leukämiezellen herbeiführen.

Es ist deshalb fast unmöglich Aussagen über bestimmte Dosierungen und deren Auswirkungen auf Zellen zu machen wenn nur Informationen von in vitro Versuchen vorliegen. Auch wird ein Stoff ja nicht auf einmal ins Blut aufgenommem, sondern über viele Stunden verteilt. Auf die Zellen wirkt also nicht auf einmal die volle Dosierung, sondern verteilt sich über den ganzen Körper auf alle Billionen von Zellen. Auch wirkt die Substanz nicht zu einem bestimmten punktuellen Zeitpunkt, sondern verteilt sich über die Zeit. Die Halbwertzeit von Resveratrol liegt bei circa 9 Stunden, das heißt nach der Einnahme ist nach 9 Stunden die Hälfte der Konzentration nachweisbar.

Erfahrungen am lebenden Menschen sagen mehr als Studien an Zellen im Reagenzgals

Professor Burke und Kollegen beschreiben selbst die krebshemmende Eigenschaft von Resveratrol. Zahlreiche Studien zeigen die krebshemmende Wirkung von Resveratrol. Wie oben beschrieben wird Resveratrol durch CYP1B1 in Piceatannol umgewandelt und führt so zum Zelltod der Tumorzelle.

Resveratrol nicht einfach austauschbar

Entscheidend scheint also nicht nur die Tatsache zu sein, dass ein Wirkstoff, wie Resveratrol oder andere Substanzen (so genannte Salvestrole) mit CYP1B1 interagieren, sondern auch zu welchem Stoff sie verwandelt werden. Die positiven Erfahrungen mit Resveartrol scheinen Piceatannol als besonders wirksam zu definieren.

CYP1B1 Hemmung oder Aktivierung

Es gibt in der Tat Studien, die die Hemmung von Resveratrol auf die Genexpression von CYP1B1 zeigen.
Im Jahre 2000 wurde eine Studie in der Zeitschrift „Canadian Journal of Physiology and Pharmacology“ veröffentlicht die die Hemmung von Resveratrol auf das Enzym „Cytochorm P450 1B1 (CYP1B1) beschreibt. Allerdings hatte dies gerade nicht PRO-tumeröse Wirkungen, wie man annehmen könnte, sondern hatte gerade ANTI-tumoröse Wirkungen. Ein CYP1B1 Aktivator könnte also nicht die Antwort auf die Krebserkrankung sein, sondern hätte im Gegenteil möglicherweise PRO-tumeröse Wirkungen. So wurden Brusttumorzelen mit Resveratrol behandelt.
CYP1B1 scheint nämlich Stoffe zu aktivieren die Carcninogene also PRO-tumeröse Wirkungen haben.
Eine eindimensionale Sichtweise scheint also bei “CYP1B1-Interaktoren” (teilweise als Salvestrole benannt) nicht angebracht zu sein. Es ist nämlich gerade CYP1B1 welches krebsauslösende Substanzen aktivieren kann.
Möglicherweise ist es bei Resveartrol ähnlich wie bei Imunmodulatoren. Modulation heißt ein Zuviel zu hemmen, und ein zu Wenig zu aktivieren.

Tran-Resveratrol moduliert die katalytische Aktivität und mRNA Genexpression von Cytochrom P450 1B1 (CYP1B1) welches krebsauslösende Substanzen aktiviert.

Originaltitel: Trans-resveratrol modulates the catalytic activity and mRNA expression of the procarcinogen-activating human cytochrome P450 1B1
Autoren: Thomas KH Chang, Wendy BK Lee, Hin Hin Ko
Zeitschrift: Canadian Journal of Physiology and Pharmacology, 2000, 78(11): 874-881, 10.1139/y00-067

Studientyp: in vitro, Brustkrebszelllinien.
Zusammenfassung/Schlussfolgerung: Die Autoren beschreiben die hemmende Wirkung von Resveratrol auf das Enzym P450 1B1 (CYP1B1). CyP1B1 scheint krebsauslösende Stoffe zu aktivieren und damit gefährlich zu machen Resveratrol kann dies verhindern
Quelle:
Resveratrol und CYP1B1

Dazu kommt ja auch, daß Resveratrol wenn es durch den Körper aufgenommen wird, einen so genannten First Pass Effekt durchläuft.
Diese neuen Stoffe (Metaboliten von Resveratrol) haben sicherlich auch wieder ganz eigene Wirkungen, so daß in vitro Studien nicht die Studien in vivo negieren können. Oder anders gesagt, wenn Studien die Wirkung eines Wirktstoffes zeigen können in vitro Studien diese nicht ungültig machen.

Eine Studie beschreibt gerade, daß die Hemmung von CYP1B1 die Apoptose, also den Zelltod der Tumorzelle auslöst.

Derivate von Resveratrol lösen den Zelltod in menschlichen Leukämiezellen aus

Originaltitel: Resveratrol derivatives potently induce apoptosis in human promyelocytic leukemia cells.

Autoren: Kang JH1, Park YH, Choi SW, Yang EK, Lee WJ.
Zeitschrift: Exp Mol Med. 2003 Dec 31;35(6):467-74.
Institut: Department of Physiology, School of Medicine, Kyungpook National University Daegu 700-422, Korea.

Studientyp: in vitro, Leukämiezelllinien
Zusammenfassung/Schlussfolgerung: Die Autoren beschreiben krebshemmende und antioxidative Wirkung von Resveratrol. Sie beschreiben den Zusammenhang zwischen der Hemmung der Genexpression von CYP1B1 und dem Zelltod (Apoptose) der Tumorzellen.

Quelle: Hemmung von CYP1B1 führt zur Apotpose

Eine in der “Internationalen Zeitschrift für Krebs” (International Journal of Cancer) erschienen norwegische Studie beschreibt den protektiven Effekt von Resveratrol vor Lungencarcninom.

Entstehung des Lungencarcninoms: Resveratrol moduliert die Expression von Genen welche im Metabolismus der menschlichen Bronchialzellen involviert sind.

Originaltitel: Lung carcinogenesis: Resveratrol modulates the expression of genes involved in the metabolism of PAH in human bronchial epithelial cells
Autoren: Steen Mollerup†,*, Steinar Øvrebø andAage Haugen
Zeitschrift: International Journal of Cancer
Volume 92, Issue 1, pages 18–25, 1 April 2001
Institut: Department of Toxicology, National Institute of Occupational Health, Oslo, Norway

Studientyp: in vitro, humane Bronchialcarcninomzellen
Zusammenfassung/Schlussfolgerung: Die Autoren fanden eine veränderte Genexpression in humanen Bronchialtumorzellen ausgelöst durch Resveratrol. Diese Genexpression veränderte den Stoffwechsel in den Zellen und es entstanden weniger cancerogene Substanzen

Quelle: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/1097-0215(200102)9999:9999%3C::AID-IJC1156%3E3.0.CO;2-E/full

Wichtig zu bedenken ist auch die vielen weiteren wichtigen Wirkungen von Resveratrol auf den Körper.
Die Wirkung hinsichtlich der Sirtuine sollte an erster Stelle genannt werden. Aber auch die Wirkungen von Resveratrol im Herz-Kreislaufsystem sind sehr wichtig.

Salvestrol als einziges Behandlungskonzept?

Wichtig ist zu wissen, dass die Krebsentstehung Ursachen hat. Diese können Stoffe die mit CYP1B1 interagieren (unter anderem so genannte Salvestrole) nicht bekämpfen. Neueste Forschungen zeigen, dass die Krebsentstehung mit einer gestörten Funktion der Mitochondrien zu tun hat. So konnte gezeigt werden dass Resveartrol einen Einfluss auf die Biogenese und die Funktion der Mitochondrien hat.

Resveartrol verbessert die Mitochondrien Funktion und schützt vor dem metabolischen Syndrom durch eine Aktivierung von SIRT 1 und PGC-1alpha

Originaltitel: Resveratrol Improves Mitochondrial Function and Protects against Metabolic Disease by Activating SIRT1 and PGC-1α
Autoren: Marie Lagouge8, Carmen Argmann8, Zachary Gerhart-Hines, Hamid Meziane, Carles Lerin, Frederic Daussin, Nadia Messadeq, Jill Milne, Philip Lambert, Peter Elliott, Bernard Geny, Markku Laakso, Pere Puigserver, Johan Auwerx
Zeitschrift: Cell Volume 127, Issue 6, p1109–1122, 15 December 2006
Institut: Department of Cell Biology, John Hopkins University School of Medicine, Baltimore, MD 21205, USA

Studientyp: Tierversuch
Zusammenfassung/Schlussfolgerung: Die Autoren beschreiben, daß eine gestörte mitochondriale Funktion das Leben verkürzt. Resveratrol aktivierte im Tierversuch Gene welche die oxidative Phosphorylierung verstärken (Zellatmung) und die Biogenese der Mitochondrien anregen (Blidung neuer Mitochondrien).
Quelle: Resveratrol verbessert die Mitochondrienfunktion und bewirkt das Entstehen neuer Mitochondrien

Ich halte eine Sache für extrem wichtig, wenn die Vertreiber von Salvestrol auf gesunde naturbelassene Nahrungsmittel aus biologischen Anbau verweisen. Extrem kritisch sehe ich die Kritik an Resveratrol. Dies scheint mir nicht wissenschaftlich bis zu Ende gedacht. Vor dem Hintergrund eines extrem lukrativen Geschäftes mit Salvestrol Produkten ist dies verständlich aber ethisch problematisch.

Eine wissenschaftlich begründete biologische Tumortherapie bedarf ohnehin einer mehrschichtigen Strategie. Oft ist ja auch die Tumorentstehung auch ein multifaktorielles Geschehen.

Zusammenfassung:

Ja in der Tat ist das Thema doch komplexer als eine reine Interaktion mit CYP1B1.
Wichtig sind zusammengefasst folgende Sachverhalten:

  1. Die Aussagen der Salvestrol Vermarkter hinsichtlich Resveratrol beziehen sich auf Versuche im Reagenzglas (in vitro)
  2. Es wirken im Menschen meist nicht nur das reine Resveratrol, sondern dessen Metaboliten. so dass die Hemmwirkung die im Reagenzglas gefunden wird nicht auf die Einnahme am Menschen übertragbar ist.
  3. Gerade eine Hemmung von CYP1B1 kann unter gewissen Umständen Tumore verhindern. Evtl. wirkt Resveratrol als “CYP1B1 Modulator”, und “weiß” wenn es hemmen muss und wann es zu Piceatannol umgewandelt werden soll.
  4. Die eingenommene Dosis von Resveratrol verteilt sich im ganzen Körper und Resveratrol wird bevor es in der Zelle gelangen kann auch als z.B. antioxidatives Mittel “verbraucht”. Zum Beispiel um vor Arteriosklerose zu schützen oder vor Alzheimer. Die Dosierung die dann zur Umwandlung von Piceantannol zur Verfügung steht ist dann wesentlich geringer , also die Dosierung im Reagenzglas. Auch so genannte andere Nicht-Resveartrol-Salvestrole werden sicherlich vor der möglichen Interaktion mit CYP1B1 “verbraucht”, ob sie aber die gleichen vielfältigen wichtigen Wikrngen von Reveratrol haben ist nicht unwahrscheinlich.
  5. Resveratrol hat vielfältige weitere Wirkungen die über die Interaktion mit CYP1B1 hinausgehen und das TUmorgeschehen positiv beeinflussen können. Wie beispielsweise der Einfluss auf die Mitochondrien, auf Autophagieprozesse (Aufräumen der Zelle), antioxidative Schutzwirkungen, Wirkungen auf SIRT1 und viel mehr.
  6. Empirische Studien zeigen klare Wirkungen von Resveratrol im Zusammenhang mit Tumorerkrankungen auch oder gerade bei hohen Dosierungen. Der Wirknachweise von Salvestrol ist ausserhalb des Reagenzglases wohl nicht nicht bewiesen zumindest nicht in den medizinischen Fachzeitschriften publiziert.




Dieser Beitrag unter abgelegt am 24 April 2019 von  Alexander Michalzik


Ich habe nochmals zur Verdeutlichung am Ende des Betrages eine Zusammenfassung von 6 Punkten gestellt.
Sehr geehrter Herr Dr. Michalzik, "evidence based" (wissenschaftlich belegt) ist ein oft vollmundiges Versprechen, bei Ihnen wird es jedoch stets gewissenhaft eingelöst. Dafür steht m. E. auch Ihr wissenschaftlich fundierter Fachbeitrag zur Resveratrol-Salvestrol-Debatte. Die Resveratrol-Salvestrol Debatte schürt ja Unsicherheit. Folgt man ihren Ausführungen, verdichtet sich der Eindruck, dass es sich bei dabei um Auftragskommunikation der Salvestrol-Lobby handelt bzw. eine virtuos orchestrierte Werbekampagne. Die eine oder andere interessante Erkenntnis wurde offenbar "moderiert". Dass das CYP1B1-Enzym in Tumorzellen ausgerechnet mit zunehmender Resveratrol-Dosierung blockiert werden soll, kommt hier zumindest sehr gelegen. Umso interessanter, dass eben diese Prodroge Salvestrol sich im Brennglas der Forschung als 2-schneidiges Schwert entpuppt: In seiner Eigenschaft als Modulator ist Resveratrol dann doch wieder sicherer. Falls es wahr ist, dass es verschiedene Klassen von Salvestrolen gibt - alpha, beta, gamma, delta und omega - die effektivste Klasse - Salvestrole aus Kohlsorten aller Art und Zitrusfrüchten beinhaltet, könnte man vielleicht Bio-Zitronen mit Schale im Mixer verarbeiten und den bitteren Sud (schmeckt ungefähr wie Schweppes) trinken. Zeitversetzt zu Resveratrol verabreicht erhält man vielleicht das beste aus beiden Welten? Nachdem ich nun weiß, wie komplex das Wirkungsspektrum von Resveratrol ist und es sich eben nicht nur auf CYp1B1 begrenzt bleibt, werde ich keinesfalls darauf verzichten. Mit den besten Grüßen aus Düsseldorf,
Sehr geehrte Frau Prof. Schneider, ich freue mich von Ihnen zu hören. Sehr gerne arbeiten wir mir Ihnen zusammen. Ich denke hier vor allem an das Phytoalexin Resveratrol sicherlich habe Sie auch schon Ideen. Gerne beteiligen wir uns auch geeignete Stoffe ausfindeig zu machen. Ich bin gerade in Mittelamerika und werde mich im Neuen Jahr bei Ihnen melden. (Bzgl Cassia grandis werde ich hier auch nochmals Ausschau halten). Liebe Grüße Alexander Michalzik
Sehr geehrter herr Michalzik,wir haben uns vor ca. 2 Jahren über Cassia grandis (Carao) unterhalten, bzgl. dessen blutbildender und anti-inflammatorischer Weigenschaften. Von meiner <Seite ist noch nicht viel passiert, außer, dass ich inwzischen 2l "Saft" aus den Füchten in deutschland habe. Mein derzeitiges Anliegen ist ein anderes, wir würden gern für regional chemotherapierte Tumorpatienten ein zusätzliches Therapieprotokoll unter Verwendung von anti-inflammatorisch wirksamen Substanzen, evtl. auch Phytoallexine entwickeln und suchen nach einem Unternehmen wie Ihrem, das und hierbei unterstützt. Von unserer Seite würden wir versuchen, metabolische Polymorphismen abzugreifen, oder passende Vollblutassays zur Austestung zur Verfügung stellen. Wenn Sie interessiert sind, können wir im Neuen Jahr vielleicht einmal telefonieren. Viele Grüße M. Schneider

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