Krebs und VDR – Vitamin-D-Rezeptor


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Der Vitamin-D-Rezeptor reguliert das Tight-Junction-Protein Claudin-5 hoch und wirkt so der mit Colitis assoziierten Tumorentstehung entgegen.


Vitamin D, das über die Nahrung aufgenommen oder durch Sonnenlicht in der Haut gebildet wird, spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit, insbesondere für die Funktion der Darmbarriere. Der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) hilft dabei, die schützende Wirkung von Vitamin D auf den Darm zu entfalten und könnte somit auch bei der Vorbeugung von Darmkrebs nützlich sein. Die Autoren dieser Studie haben untersucht, wie der VDR und das damit verbundene Protein Claudin-5 die Darmbarriere stärken und die Entstehung von Darmkrebs beeinflussen können. In einer Kombination aus Laboruntersuchungen und Tiermodellen wurden sowohl die Aktivität von VDR als auch die Expression von Claudin-5 in gesundem und krebsbefallenem Gewebe analysiert. Es wurden molekulare Methoden verwendet, um die Rolle von Claudin-5 als Ziel des VDR und dessen Einfluss auf die Darmbarriere zu verstehen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Mangel an VDR mit einer schwächeren Darmbarriere und einer höheren Tumoranzahl verbunden ist. Umgekehrt führte eine stärkere Aktivierung des VDR zu einer verbesserten Barrierefunktion und einem Schutz vor Entzündungen und Tumoren. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass der VDR und Claudin-5 als potenzielle Biomarker dienen könnten, um das Risiko für Darmkrebs frühzeitig zu erkennen. Außerdem könnten sie neue Ansätze für die Behandlung und Prävention von Darmkrebs bieten. [1]





[1] Zhang Y, Garrett S, Carroll RE, Xia Y, Sun J
Der Vitamin-D-Rezeptor reguliert das Tight-Junction-Protein Claudin-5 hoch und wirkt so der mit Colitis assoziierten Tumorentstehung entgegen.
Mucosal immunology. 2022 Mar;15(4):683-697. doi: 10.1038/s41385-022-00502-1