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Ketogene Diät in der Krebsbehandlung – Wo stehen wir?


Die ketogene Diät, eine Ernährungsweise mit einem hohen Fett- und niedrigem Kohlenhydratanteil sowie ausreichend Eiweiß, wird als potenzielle unterstützende Therapie bei Krebs diskutiert. Sie zielt darauf ab, den Stoffwechsel von Krebszellen zu beeinflussen und könnte so die Wirksamkeit herkömmlicher Krebstherapien verbessern. Diese Übersichtsarbeit fasst sowohl präklinische als auch klinische Studien zusammen, die die Anwendung der ketogenen Diät in der Krebstherapie untersuchen. Dabei werden mögliche Mechanismen diskutiert, die die antitumoralen Effekte der Diät erklären könnten. Die vorliegenden Studien deuten darauf hin, dass die ketogene Diät das metabolische Umfeld für Krebszellen ungünstig gestaltet und somit als vielversprechende ergänzende Therapie bei Krebs betrachtet werden kann. Sie könnte die Wirksamkeit traditioneller Krebstherapien verstärken und wird aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und potenziellen Verbesserung der Lebensqualität empfohlen. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass die ketogene Diät als patientenspezifische, multifaktorielle Therapie betrachtet werden sollte, die die antitumorale Wirkung klassischer Chemotherapien und Strahlentherapien verstärken könnte. Um die genauen Wirkmechanismen zu klären und ihre Anwendung in der klinischen Praxis zu validieren, sind jedoch weitere molekulare Studien und einheitlich kontrollierte klinische Studien erforderlich. [1]





[1] Weber DD, Aminzadeh-Gohari S, Tulipan J, Catalano L, Feichtinger RG, Kofler B
Ketogene Diät in der Krebsbehandlung – Wo stehen wir?
Molecular metabolism. 2020 Mar;33(1):102-121. doi: 10.1016/j.molmet.2019.06.026