Flavone und Flavonole könnten als CK2-Inhibitoren klinisches Potenzial in der Krebstherapie besitzen.
Das Enzym CK2 spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Ausbreitung von Krebs, da es Prozesse wie Zellwachstum, Überleben und die Reparatur von Zellschäden unterstützt. Bestimmte Pflanzenstoffe, sogenannte Flavonoide, wie Apigenin, Quercetin und Myricetin, können CK2 hemmen und so möglicherweise das Wachstum von Krebszellen verlangsamen. In dieser Übersichtsstudie wurden verschiedene Forschungsarbeiten analysiert, die die Wirkung von Flavonoiden auf CK2 und deren potenzielle Rolle in der Krebstherapie untersuchten. Dabei wurden sowohl Laborversuche mit Zellkulturen als auch Tierversuche mit Mäusen berücksichtigt. Die Ergebnisse zeigen, dass Flavonoide wie Apigenin und Quercetin das Wachstum von Krebszellen in Zellkulturen und in Mäusen hemmen können. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass diese Stoffe gezielt CK2 blockieren und so wichtige Mechanismen für die Krebszellen unterbrechen. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass Flavonoide vielversprechende Kandidaten für die Krebstherapie sind, insbesondere als CK2-Hemmer. Weitere Untersuchungen sind nötig, um ihre Wirksamkeit und Anwendungsmöglichkeiten beim Menschen zu klären. [1]