Calcitriol und Bustkrebs


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DNA-Methylierungs-bedingte Vitamin-D-Rezeptor-Unempfindlichkeit bei Brustkrebs.


Calcitriol ist die aktive Form von Vitamin D3 und wirkt im Körper über den sogenannten Vitamin-D-Rezeptor (VDR). Über diesen Rezeptor kann Vitamin D verschiedene Prozesse in Zellen steuern, zum Beispiel das Wachstum und die Entwicklung von Brustgewebe. Viele Brustkrebszellen reagieren nur schwach auf Calcitriol. Deshalb versuchen Forscher zu verstehen, warum diese Wirkung oft ausbleibt und ob Calcitriol trotzdem eine Rolle bei der Behandlung oder Vorbeugung von Brustkrebs spielen könnte. In dieser Laborstudie untersuchten die Autoren Brustkrebszellen und Tumorgewebe genauer. Sie wollten herausfinden, ob Veränderungen am sogenannten Vitamin-D-Rezeptor-Gen dazu führen, dass Calcitriol schlechter wirken kann. Dabei lag der Fokus besonders auf einer chemischen Veränderung, die das Gen teilweise „abschalten“ kann. Die Ergebnisse zeigten, dass bestimmte Bereiche des Vitamin-D-Rezeptor-Gens in Brustkrebszellen häufig chemisch blockiert sind. Dadurch werden weniger funktionierende Vitamin-D-Rezeptoren gebildet, und wichtige Gene, die normalerweise durch Vitamin D aktiviert werden, arbeiten deutlich schwächer. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass diese Blockierung eine mögliche Erklärung dafür sein könnte, warum viele Brustkrebszellen nur schwach auf Calcitriol reagieren. Sie vermuten außerdem, dass eine Aufhebung dieser Blockierung dazu beitragen könnte, dass die Krebszellen wieder stärker auf Calcitriol ansprechen. [1]





[1]
DNA-Methylierungs-bedingte Vitamin-D-Rezeptor-Unempfindlichkeit bei Brustkrebs.
https://vivo.weill.cornell.edu/display/pubid20431345. 2010 Jul. doi: cbt.10.1.11994