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EHEC - enterohämorrhagische Escherichia coli

EHEC, Antibiotika und Immunsystem

EHEC durch Antibiotika aggressiv?

EHEC das enterohämorrhagische Escherichia coli Bakterium gibt es seit langem.
Warum ist es aber so aggressiv geworden? Der jetzige Keim ist eine neue Erregervariante, die wahrscheinlich durch Genaustausch zwischen zwei Bakterien entstanden ist. Dies ist ein normaler Vorgang unter Bakterien. Dieser Prozess wird allerdings durch unkritische Antibiotikagaben bei Patienten, und in der Tierzucht, gefährlich beschleunigt. Die Bakterien „versuchen“ durch diesen Genaustausch neue Fähigkeiten bzw. Eigenschaften zu entwickeln, die sie vor dem Ansturm der Gifte resistent macht. Davor warnen Fachleute seit langem. Wenn auch im Medizinstudium gelehrt wird, dass man Antibiotika sehr differenziert anwenden sollte, sieht die Realität in den Arztpraxen anders aus. Damit aber nicht genug. EHEC oder wie er eigentlich heißt STEC (Shiga-Toxin produzierendes E.Coli) wird durch das Toxin gefährlich, welches durch sie produziert wird. Im Juni 2011 beschreibt die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie, das eine Behandlung mit Antibiotika, wie

  • Aminoglykoside,
  • Cotrimoxazol und
  • Fluorchinolonen

die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Verlauf der Krankheit erhöhen kann. Das Risiko des gefährliche HUS-Syndrom (hämolytisch-urämische-Syndrom) kann steigen. Bei Tetrazyklinen wird dies ebenfalls vermutet. Gegen Cephalosporine und Penicillinen ist das jetzige Bakterium resistent, sodass diese keine Toxinausschüttung zur Folge haben, aber eben auch nicht helfen. Kommt es zum HUS, dann sind bleibende Organschäden, wie der Niere und des Gehirns nicht selten, teilweise mit lebensgefährlichen Verläufen. Der aktuelle Keim STEC (O104:H4) produziert Shiga-Toxin Typ 2 welches in das Blut gelangt.

EHEC – STEC und Immunsystem

Sind wir nun hoffnungslos den neuen Bakterien-Mutanten ausgeliefert? Neben den Antibiotika, die seit letztem Jahrhundert zur Verfügung stehen, hat der Mensch seit Jahrtausenden eine ganze Verteidigungsarmee zur Verfügung, die wir unter dem Namen Immunsystem kennen. Der Grund, dass Kinder eher das gefährliche HUS –Syndrom entwickeln liegt daran, dass Kinder seltener mit EHEC Bakterien in Kontakt gekommen sind und damit weniger Immunschutz aufgebaut haben. Hier handelt es sich um eine spezifische Immunantwort. Das Immunsystem kann aber auch generell gefördert werden. Vitalstoffe wie Beta-D-Glucan, Selen-Methionin, Zink-Chelat, Histidin, Vitamin C fördern die Funktion eines gesunden Immunsystems.
EHEC – Gemüse allgemein eine Gefahr.
Gemüse aus dem eigenen Garten sind selbstverständlich sicher. Auch Gemüse aus der näheren Umgebung, wenn Sie nicht um ein Epedemiegebiet handelt sind im Prinzip sicher so wie immer. Gemüse welches über 70 Grad erhitzt wurde ist übrigens auch ungefährlich. Da man auch eine Schmierinfektion als Übertragunsform annehmen muss, macht Händewaschen, wenn Sie auf Reisen sind durchaus Sinn.





Dieser Beitrag unter abgelegt am 29 December 2018 von  Alexander Michalzik


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