Probiotika und Entzündliche Darmerkrankung


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Probiotika und Darmbarriere: Evidenz zu Wirkung und Wirkmechanismen


Probiotika sind lebende, „gute“ Bakterien, die unsere Darmgesundheit auf natürliche Weise fördern können. In unserem Darm leben über 500 verschiedene Bakterienarten, die zusammen ein empfindliches Gleichgewicht bilden. Die Darmwand fungiert als Schutzbarriere: Sie sorgt dafür, dass schädliche Keime nicht in den Körper eindringen und Entzündungen hervorrufen können. Probiotika dienen unter anderem dazu, Durchfall nach einer Antibiotika-Behandlung vorzubeugen oder Beschwerden wie Reizdarmsyndrom und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu mildern. Wahrscheinlich stärken sie die Schutzschicht im Darm, unterstützen das Immunsystem und wehren schädliche Keime ab.

Diese Übersichtsarbeit analysierte zahlreiche Studien zu unterschiedlichen Probiotika, wobei der Fokus auf deren Einfluss auf der Schutzfunktion der Darmbarriere und deren Wirkungsmechanismen lag.

Die ausgewerteten Studien zeigen, dass Probiotika helfen können, das Risiko für Durchfall nach einer Antibiotika-Behandlung zu senken. Darüber hinaus gibt es viele Hinweise darauf, dass sie die natürliche Schutzfunktion des Darms unterstützen. Sie fördern die Bildung von schützendem Schleim und antibakteriell wirkenden Stoffen und sorgen dafür, dass die Verbindungen zwischen den Darmzellen stabil bleiben.

Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren, dass Probiotika eine vielversprechende ergänzende Therapie sein können. Entscheidend ist jedoch, welche Bakterienstämme eingesetzt werden, da ihre Wirkung von Art zu Art unterschiedlich ausfallen kann.

[1]





[1] Ohland CL, Macnaughton WK
Probiotic bacteria and intestinal epithelial barrier function.
American journal of physiology. Gastrointestinal and liver physiology. 2010 Jun;298(6):G807-19. doi: ajpgi.00243.2009