Zwangsstörung und 5-HTP


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5-Hydroxytryptophan als adjuvante Therapie bei der Behandlung von mittelschweren bis schweren Zwangsstörungen: eine doppelblinde, randomisierte Studie mit Placebokontrolle


Das Nahrungsergänzungsmittel 5-Hydroxytryptophan (5-HTP) ist eine Vorstufe des Botenstoffs Serotonin, der im Gehirn eine Rolle bei Zwangsstörungen spielt. Menschen mit einer Zwangsstörung leiden unter wiederkehrenden Gedanken und Handlungen, die sie kaum kontrollieren können. Daher könnte 5-HTP dabei helfen, die Symptome dieser Erkrankung zu verringern. In dieser 12-wöchigen, randomisierten, doppelblinden und placebo-kontrollierten Studie erhielten 60 Patienten mit mittelstarker bis schwerer Zwangsstörung entweder das Medikament Fluoxetin plus ein Placebo oder Fluoxetin plus 5-HTP, und ihre Symptome wurden regelmäßig mit einer standardisierten Skala gemessen. Laut den Autoren zeigte sich, dass die Kombination aus Fluoxetin und 5-HTP die Zwänge und Gedanken der Patienten stärker verbessern konnte als Fluoxetin allein. Die Patienten in der 5-HTP-Gruppe erreichten häufiger eine teilweise oder vollständige Besserung ihrer Symptome. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass 5-HTP zusätzlich zur normalen Behandlung eine hilfreiche Unterstützung für Menschen mit mittelstarker bis schwerer Zwangsstörung sein kann. [1]





[1] Yousefzadeh F, Sahebolzamani E, Sadri A, Mortezaei A, Aqamolaei A, Mortazavi SH, Shalbafan MR, Ghaffari S, Alikhani R, Mousavi SB, Naderi S, Shamabadi A, Jalilevand S, Akhondzadeh S
5-Hydroxytryptophan als adjuvante Therapie bei der Behandlung von mittelschweren bis schweren Zwangsstörungen: eine doppelblinde, randomisierte Studie mit Placebokontrolle
International clinical psychopharmacology. ;35(5):254-262. doi: 10.1097/YIC.0000000000000321