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Tight Junctions im Darmepithel: Ihr Zusammenhang mit Krankheiten und ihre Regulation durch Phytochemikalien


Der Darm ist nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern auch ein wichtiger Teil unseres Immunsystems. Die Darmzellen sind durch sogenannte „Tight Junctions“ eng miteinander verbunden. So entsteht eine stabile Schutzbarriere, die kontrolliert, welche Stoffe in den Körper gelangen. Wenn diese Verbindungen gestört sind, wird die Darmwand durchlässiger, was mit entzündlichen und stoffwechselbedingten Erkrankungen wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Fettleber oder Übergewicht in Zusammenhang steht. Bestimmte natürliche Pflanzenstoffe wie Quercetin, Berberin, Genistein, Kaempferol und Curcumin werden deshalb untersucht, weil sie diese Zellverbindungen stärken könnten. In dieser Übersichtsarbeit wurden verschiedene Studien ausgewertet, die den Zusammenhang zwischen gestörten Tight Junctions und unterschiedlichen Erkrankungen untersuchten sowie molekulare und ernährungsbezogene Ansätze analysierten, die die Stabilität dieser Zellverbindungen verbessern könnten. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Störung der Tight Junctions eng mit entzündlichen und stoffwechselbedingten Erkrankungen zusammen hängt und dass die oben genannten natürlichen Pflanzenstoffe die Stabilität dieser Tight Junctions verbessern können, indem sie auf wichtige Eiweiße und Entzündungsprozesse einwirken. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass der Erhalt stabiler Tight Junctions eine vielversprechende Strategie zur Vorbeugung und Behandlung entzündlicher und metabolischer Erkrankungen sein könnte, betonen jedoch, dass weitere detaillierte Untersuchungen notwendig sind, um gezielte Therapien zu entwickeln. [1]





[1] Lee B, Moon KM, Kim CY
Tight Junctions im Darmepithel: Ihr Zusammenhang mit Krankheiten und ihre Regulation durch Phytochemikalien
Journal of immunology research. 2018 Dec;2018(1):2645465. doi: 2018/2645465