Osteosarkom und Neem


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Nimbin (N1) und das Analogon N3 aus Neem-Samen hemmen die Migration von Osteosarkom-MG-63-Zellen und führen durch Aktivierung des Caspase-modulierten apoptotischen Signalwegs zu einem Zellstillstand.


Dem Nahrungsergänzungsmittel Nimbin, das einen natürlichen Inhaltsstoff aus dem Neembaum enthält, wird eine krebshindernde Wirkung nachgesagt. Das Augenmerk liegt hauptsächlich auf seiner potenziellen Wirkung gegen Knochentumoren (Osteosarkome), da es das Wachstum und die Ausbreitung von Krebszellen beeinflussen könnte. Diese Laboruntersuchung hatte die Prüfung der Wirkung und potenzieller Nebenwirkungen von Nimbin (N1) und einem vergleichbaren Wirkstoff (N3) an Rattenmuskelzellen, Zebrafischlarven sowie menschlichen Osteosarkomzellen zum Ziel. Den Autoren zufolge erwiesen sich N1 und N3 als unbedenklich für gesunde Muskelzellen, während sie Krebszellen effektiv abtöteten und deren Wachstum und Wanderung stoppten. Darüber hinaus verursachten sie Schäden an den Mitochondrien, führten zu Veränderungen im Zellkern und bewirkten bei den Krebszellen den Beginn eines „Selbstmordprogramms“ (Apoptose). Zudem beobachteten die Wissenschaftler, dass N1 und N3 den Zellzyklus an einer frühen Stelle stoppten und dabei entscheidende Eiweiße (Caspasen) aktivierten, die für den Zelltod verantwortlich sind. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass Nimbin und sein Analog N3 vielversprechende Anwärter für die Entwicklung neuer Krebstherapien sein könnten – entweder als Einzeltherapie oder in Kombination mit bereits vorhandenen Medikamenten. [1]





[1] Sudhakaran G, Velayutham M, Aljarba NH, Al-Hazani TM, Arokiyaraj S, Guru A, Arockiaraj J
Nimbin (N1) und das Analogon N3 aus Neem-Samen hemmen die Migration von Osteosarkom-MG-63-Zellen und führen durch Aktivierung des Caspase-modulierten apoptotischen Signalwegs zu einem Zellstillstand.
Molecular biology reports. 2023 Sep;50(9):7357-7369. doi: 10.1007/s11033-023-08627-7