Bei Menschen mit Fettleibigkeit sinkt der Ghrelinspiegel im Blut.
Ghrelin ist ein natürliches Hormon, das im Magen gebildet wird und dafür bekannt ist, den Appetit zu steigern, die Fettverbrennung zu bremsen und die Ausschüttung von Wachstumshormon anzuregen. Da Übergewicht mit Veränderungen im Hormonhaushalt zusammenhängen kann, untersuchte diese Studie, ob Ghrelin eine Rolle bei der Entstehung von Fettleibigkeit spielt. In dieser Beobachtungsstudie wurden bei 30 Erwachsenen unterschiedlicher Herkunft deren Körperfettanteil sowie der Ghrelin-Wert im Blut gemessen und miteinander verglichen. Laut den Autoren zeigte sich, dass Menschen mit höherem Körperfett deutlich niedrigere Ghrelin-Werte hatten und dass auch andere Stoffwechselhormone wie Insulin und Leptin bei niedrigen Ghrelin-Spiegeln erhöht waren. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass ein niedriger Ghrelin-Wert möglicherweise mit Übergewicht zusammenhängt und zukünftige Studien klären müssen, ob Ghrelin eine direkte Rolle bei der Entstehung von Fettleibigkeit spielt. [1]