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Verminderte VDR-Expression in kutanen Melanomen als Marker für Tumorprogression: Neue Daten und Analysen


Vitamin D3 wirkt im Körper über den sogenannten Vitamin-D-Rezeptor (VDR). Über diesen Rezeptor kann Vitamin D das Wachstum von Zellen beeinflussen. Es kann auch Prozesse bremsen, die bei Krebs eine Rolle spielen. Dazu gehören zum Beispiel unkontrolliertes Zellwachstum und die Bildung neuer Blutgefäße. Bei Hautkrebs, insbesondere beim Melanom, scheint dieser Rezeptor jedoch oft in geringerer Menge vorhanden zu sein. Deshalb stellt sich die Frage, ob die Menge dieses Rezeptors etwas über die Schwere der Erkrankung aussagt. In dieser Beobachtungsstudie wurde bei 69 Melanom-Proben untersucht, wie viel Vitamin-D-Rezeptor im Tumorgewebe vorhanden ist und wie dieser Wert mit Krankheitsmerkmalen und dem Verlauf zusammenhängt. Es stellte sich heraus, dass Tumoren mit höherem Vitamin-D-Rezeptor meist weniger weit fortgeschritten waren, während niedrige Werte häufiger bei aggressiveren Tumoren und bei Patienten mit schlechterer Überlebensrate auftraten. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass eine geringe Menge an Vitamin-D-Rezeptoren mit einem ungünstigeren Verlauf von Hautkrebs zusammenhängen kann und dass dieser Rezeptor möglicherweise helfen könnte, die Krankheit besser einzuschätzen. [1]





[1] Brożyna AA, Jóźwicki W, Slominski AT
Verminderte VDR-Expression in kutanen Melanomen als Marker für Tumorprogression: Neue Daten und Analysen
Anticancer research. 2015 Jun;34(6):2735-43. doi: