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Erhöhte Darmpermeabilität und verminderte Barrierefunktion: Beeinflusst dies tatsächlich das Entzündungsrisiko?


Eine durchlässige Darmwand, entsteht, wenn die natürliche Schutzbarriere des Darms nicht mehr richtig funktioniert. Dadurch können Bestandteile von Bakterien aus dem Darm in den Körper gelangen und dort unterschwellige Entzündungen auslösen. Eine solche erhöhte Durchlässigkeit wurde bei vielen Erkrankungen beobachtet, zum Beispiel bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Reizdarm, Lebererkrankungen, Diabetes, Herzschwäche, Nierenerkrankungen und sogar Depressionen. Probiotische und gezielte Ernährungsansätze könnten helfen, das Gleichgewicht der Darmbakterien zu erhalten und so die Darmbarriere zu stärken. In dieser Übersichtsarbeit wurden zahlreiche klinische und experimentelle Studien analysiert, in denen die Durchlässigkeit des Darms bei verschiedenen Erkrankungen untersucht wurde. Dafür nutzte man spezielle Testverfahren und bestimmte bakterielle Bestandteile im Blut der Patienten. Die Ergebnisse zeigen, dass bei vielen der genannten Erkrankungen eine erhöhte Darmdurchlässigkeit zusammen mit Entzündungsmarkern im Blut festgestellt wurde und dass auch Veränderungen der Darmflora mit einer gestörten Barrierefunktion in Zusammenhang stehen. Aufgrund der Ergebnisse der Studien, schlossen die Autoren darauf, dass eine erhöhte Darmdurchlässigkeit eine wichtige Rolle bei entzündlichen Prozessen vieler Krankheiten spielen kann. Eine gezielte Ernährung und probiotische Maßnahmen zur Wiederherstellung einer gesunden Darmflora können in Zukunft ein vielversprechender Ansatz zur Prävention und Behandlung dieser Erkrankungen sein. [1]





[1] Fukui H
Erhöhte Darmpermeabilität und verminderte Barrierefunktion: Beeinflusst dies tatsächlich das Entzündungsrisiko?
Inflammatory intestinal diseases. 2016 Jul;1(3):135-145. doi: 000447252