Zelluläre Seneszenz bei Alterung, altersbedingten Erkrankungen und Langlebigkeit
Zelluläre Seneszenz beschreibt den Zustand, in dem Zellen sich nicht mehr teilen können. Diese Zellen produzieren entzündungsfördernde Stoffe, die schädlich für den Körper sein können, und spielen eine Rolle bei Alterung und altersbedingten Krankheiten wie Arterienverkalkung oder Insulinresistenz. Gleichzeitig schützt Seneszenz vor Krebs, kann aber paradoxerweise durch Entzündungen die Krebsentstehung fördern. In dieser Übersichtsarbeit wurden verschiedene Mechanismen der Zellalterung analysiert und deren Auswirkungen auf Alterung und Krankheiten bei Mäusen, Primaten und Menschen untersucht. Die Autoren haben zudem Möglichkeiten besprochen, wie man diese Prozesse beeinflussen könnte, etwa durch gezielte Entfernung alter Zellen oder Veränderung ihrer Eigenschaften. Die Ergebnisse zeigen, dass seneszente Zellen durch ihre entzündungsfördernde Wirkung den Alterungsprozess und bestimmte Krankheiten beschleunigen können. Aufgrund der Ergebnisse der Studie schlossen die Autoren darauf, dass die gezielte Beeinflussung zellulärer Seneszenz, zum Beispiel durch das Entfernen alter Zellen oder die Veränderung ihrer entzündungsfördernden Eigenschaften, eine vielversprechende Strategie sein könnte, um das Altern zu verlangsamen und altersbedingte Krankheiten zu verhindern. [1]