Chronische Entzündungen modulieren den Ghrelinspiegel bei Menschen und Ratten.
Ghrelin ist ein Hormon aus dem Magen, das den Hunger reguliert und eine wichtige Rolle beim Energiehaushalt und der Ausschüttung von Wachstumshormonen spielt. Da Krankheiten wie Arthritis oft den Stoffwechsel und das Körpergewicht beeinflussen, untersuchte diese Studie, wie sich Ghrelin während einer Entzündung entwickelt und ob es bei entzündlichen Gelenkerkrankungen wie rheumatoider Arthritis verändert ist. In dieser Tier- und Humanstudie wurden bei Ratten mit künstlich ausgelöster Arthritis sowie bei 31 Patienten mit rheumatoider Arthritis und 18 gesunden Personen die Ghrelinwerte im Blut gemessen und mit dem Krankheitsverlauf verglichen. Laut den Autoren zeigte sich, dass die Ghrelinwerte bei den erkrankten Ratten zunächst deutlich abfielen und später wieder anstiegen, während Patienten mit rheumatoider Arthritis dauerhaft niedrigere Ghrelinwerte hatten als gesunde Menschen. Aufgrund der Ergebnisse der Studie, schlossen die Autoren darauf, dass Ghrelin während einer Entzündung zunächst sinkt und später als Anpassungsreaktion wieder steigt, und dass dauerhaft niedrige Ghrelinwerte bei Rheuma darauf hindeuten könnten, dass dieses Hormon am gestörten Stoffwechsel während chronischer Entzündungen beteiligt ist. [1]